Sehr geehrte Frau Merkel, Sehr geehrter Herr de Maizière,

gerne würde ich Ihnen ja nahelegen, selber zu ersaufen, doch wäre das nicht besonders konstruktiv. Sie machen ja auch nur Ihren Job, und wenn auf der einen Seite die Möglichkeit besteht, durch Waffenexporte Arbeitsplätze zu schaffen – was die übergroße Mehrheit der Menschen hierzulande ja schließlich von Ihnen erwartet – , auf der anderen Seite „besorgte Bürger“ Flüchtligsunterkünfte anzünden, und wenn Ihnen parallel dazu von Experten diverser Fachrichtungen Analysen und Zukunftsprognosen vorgelegt werden, deren Inhalt unsereins – wenn überhaupt – nur ganz grob zu erahnen vermag, dann kommen Sie wahrscheinlich zu der Schlußfolgerung, daß es Ihre berufliche Pflicht leider gebietet, Menschen in Not einfach verrecken zu lassen. Wahrscheinlich tut Ihnen das aufrichtig leid, aber Ihr Beruf läßt nun einmal keine andere Entscheidung zu.
Ich will Ihnen da gar nicht reinreden. Ich bin schließlich, im Gegensatz zu Ihnen, nicht vom Fach. Wahrscheinlich haben Sie recht, was die Erfordernisse Ihres Berufs anbelangt. Und deshalb bitte ich Sie auch nicht, Ihre Entscheidungen zu ändern. Ich will nicht, daß Sie Ihren Job BESSER machen. Ich will, daß Sie ihren Job NICHT machen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Streiken Sie. Sagen Sie es im Fernsehen. Die senden doch, was Sie sagen. Sagen Sie: „Ich will nicht mehr zugucken, wie Menschen verrecken, nur weil Ihr nicht mit Ausländern klarkommt! Ich habe die Schnauze voll von dem ganzen Elend! Schiebt euch eure Scheiß-Arbeitsplätze sonstwohin! Ich mach da nicht mehr mit!“ Tun Sie das. HÖREN SIE AUF, IHREN JOB ZU MACHEN. Die schlimmsten Verbrechen der Weltgeschichte wurden von Menschen begangen, die nichts weiter gemacht haben als ihren Job. Gehen Sie mit guten Beispiel voran und weigern Sie sich!

Mit freundlichen Grüßen,

Hank Wattenscheid

Eine Antwort zu “Sehr geehrte Frau Merkel, Sehr geehrter Herr de Maizière,

  1. Ich weiß ja nicht ob das was bringt… aber hin und wieder klicke ich halt auf diese online-Unterschriftensammlungen wie zB diese hier. Da gibt es dann so ein Feld für eine persönliche Nachricht an die „Entscheidungsträger“, und dieses Mal habe ich da zum ersten Mal was reingeschrieben. (Und solche Briefe sollten natürlich offen sein, deshalb steht das jetzt hier)

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